Hundesport

Hundesport bietet eine sinnvolle Beschäftigung für Hund und Herrchen/Frauchen, die Spiel und Spannung in den Alltag bringt. Dabei sollte stets der Spaß zusammen mit dem Vierbeiner im Vordergrund stehen und nicht übersteigerter Ehrgeiz, der dem Hund schadet. Seinen Anlagen und seinem Leistungsvermögen entsprechend soll ein Hund gefördert werden, zu wenig Auslauf oder zu geringe Beschäftigung führen zu Auffälligkeiten beim Hund und können folglich Beanstandungen in der Öffentlichkeit hervorrufen.

„Ziel des Hundesportes ist die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund.“

Beschluss der Delegiertentagung des Deutschen Hundesportverbandes am 28.05.2000 in Frankfurt

Der Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. hält darum für jeden Hundebesitzer und seinen Begleiter auf vier Pfoten ein passendes Konzept zur gemeinsamen Freizeitgestaltung bereit. Unsere Ortsgruppe bietet folgende sportliche Betätigungen an:

Begleithund-Prüfung

Die BH-Prüfung stellt den Einstieg in den Hundesport dar. Ihr Bestehen ist die Voraussetzung zur Weiterarbeit in den Bereichen Schutzhunde-Sport und Fährtenarbeit, aber auch im Bereich Agility und Rettungshundewesen.

1. Teil der Prüfung

Im ersten Teil der Prüfung werden auf dem Übungsplatz sowohl Leinenführigkeit, wie auch Unbefangenheit, Freifolge, Sitz aus der Bewegung und Ablegen in Verbindung mit Herankommen geprüft.

2. Teil der Prüfung

Im zweiten Teil wird der Hund auf seine Verkehrstauglichkeit getestet. Angeleint soll sich der Hund gleichgültig gegenüber Passanten, anderen Hunden und dichtem Verkehr verhalten. Dazu kommt, dass der Hund für kurze Zeit auf einem Gehweg an einer mäßig belebten Straße, fest angebunden ohne Herrchen/Frauchen, ruhig warten muss und dabei weder Passanten noch andere Hunde anknurren darf. Die Schussgleichgültigkeit wird bei der BH-Prüfung nicht geprüft.

Frühestens im Alter von 15 Monaten kann der Hund zur BH-Prüfung angemeldet und zugelassen werden.

Für die Anerkennung der Prüfung ist eine Mitgliedschaft im SV oder einem VDH-anerkannten Verein nötig!

Fährtenarbeit

Hier entscheidet der richtige Riecher!

Was der Mensch mit dem Auge erfasst, „sieht“ der Hund mit seiner Nase. Kein Hund wird als fertiger Fährtenhund geboren, erst durch Training und Erlernen der Fähigkeit, beim Absuchen einer Spur nicht durch andere Geruchseindrücke abgelenkt zu werden, machen ihn zum Fährtenleser. Verfügt dann der Vierbeiner auch noch über Talent zum Spurenlesen, dann kann bereits früh mit der Ausbildung begonnen werden. Da die geforderte Leistung beim Spurensuchen den Hundekörper im Bezug auf Bänder, Knochen und Gelenke nicht extrem belastet, stellt sie für die Entwicklung kein Risiko dar.

Neben den möglichen Prüfungsarten, die von der Fährtenprüfung 1-3 (FPR 1-3) bis zu den Fährtenhundprüfungen 1 und 2 (FH 1 und 2) reichen, gehört die Sparte „Fährten“ zu allen Vielseitigkeits- bzw. Schutzhundprüfungen.

Die Prüfungsordnung des VDH legt dabei fest, ob es sich in der jeweiligen Prüfungsstufe um eine Eigen- oder Fremdfährte handelt, wie lange die Spur sein darf und wieviele Gegenstände und Winkel sie beinhalten muss.

Im Hundesport kommt es bei der Fährtenarbeit vor allem auf intensives und ruhiges Aufnehmen der Witterung an, der Hund folgt mit tiefer Nase und gleichmäßigem Tempo intensiv dem Fährtenverlauf, dabei muss er die auftauchenden Winkel sicher ausarbeiten und auf Gegenstände sofort reagieren. Dies geschieht durch Aufnehmen oder Verweisen.

Während der ganzen Fährte soll der Hund ohne Einwirkung des Hundeführers durch Aufmunterungen oder Leinenkorrekturen selbständig arbeiten.

Schutzhunde-Sport

Der Schutzdienst ist die Königsdisziplin der Hundearbeit. Er ist kein Selbstzweck und soll auch nicht dazu dienen, bestimmte Aufgaben mit Hilfe eines Tieres zu erledigen.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, die Ausbildung und der Sport stellen eine Gefahr für andere dar, ist vielmehr das Gegenteil der Fall. Gerade der sportlich aktive, im Schutzdienst sichere und energische Hund zeigt sich Menschen gegenüber als gutartig und friedlich. Genau hier, im Schutzdienst-Sport,  kann sich der Hund austoben und die von ihm geforderte Ausgeglichenheit erreichen.

Eine gezielte Schutzhundausbildung beruht daher immer auf dem Zusammenhang zwischen Triebveranlagung, Belastbarkeit und Selbstsicherheit.

Dabei spielt die ererbte Freude an der Auseinandersetzung, nicht zu verwechseln mit Aggression und Schärfe, eine große Rolle. Es werden physische Robustheit, Gesundheit und damit auch die körperliche Fähigkeit zur Leistung vorausgesetzt. Unter Selbstsicherheit versteht man, auch in kritischen und gefährlichen Situationen zu helfen. Werden diese Eigenschaften in einem Junghund erkannt, so ist er voraussichtlich als Schutzhund geeignet, sofern es seine Belastbarkeit für das anstrengende Training erlaubt.

Mit der Ausbildung zum Schutzhund ist der Hund mehr als nur ein amüsanter Begleiter, der Kunststückchen beherrscht. Schutzhunde sind beste Familienmitglieder aus eigenem Wollen und eigenem Urteilsvermögen.

n unserer Ortsgruppe stehen wir dem Hundeführer mit Rat und Tat zur Schutzhundausbildung zur Seite und bereiten ihn und seinen Vierbeiner bestmöglichst auf die Schutzhundprüfungen vor.

Diese bestehen aus drei Teilen: Fährtenarbeit, Unterordnungund Schutzdienst.

Mehr Informationen zu den einzelnen Prüfungsstufen finden Siein der VDH-Prüfungsordnung.